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Diese Schweizer Obst- und Gemüsesorten sind aktuell erhältlich

Unsere Marktübersicht wird regelmässig aufdatiert. Sie ist zudem angereichert mit Tipps zu Haltbarkeit und möglichen Verwendungszwecken in der Küche.

Daniel Böniger, Katrin Nidzwetzki, Sebastian Broschinski
Aktualisiert am 12. Mai 2022

Verfügbarkeit aus der Schweiz überprüft am:
28. Juni
Die Gemüse und Früchte in dieser Übersicht werden mehrmals jährlich auf ihre tatsächliche Erhältlichkeit aus der Schweiz hin überprüft. Das bedeutet, dass in einem vergleichsweise kalten Frühling Spargeln erst im späten April (und nicht schon wie oft vorher) als «aktuell erhältlich» eingestuft sind.
Diese Woche
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KW 26 | 27. Juni - 3. Juli
Saison haben jetzt:
Aktuell erhältlich
Erst vereinzelt anzutreffen
Tippen Sie auf die Karten, um weitere Informationen zu den Sorten zu erhalten!
Radieschen
März – Oktober
Kopfsalat u. ä.
Februar – November
Kohlrabi
Mai – Dezember
Krautstiel
März – Dezember
Rucola
April – Oktober
Spinat
April – November
Auberginen
Mai – Oktober
Blumenkohl
Mai – Dezember
Broccoli
Juni – Oktober
Erdbeeren
Mai – September
Kartoffeln
Januar – Dezember
Fenchel
Mai – November
Stangensellerie
Juni – November
Tomaten
Juni – November
Zucchetti
Juni – Oktober
Erbsen
Juni – Juli
Aprikosen
Juni – September
Himbeeren
Juni – Oktober
Rüebli
Januar – Dezember
Kirschen
Juni – September
Knollensellerie
Januar – Dezember
Peperoni
Juni – November
Randen
Januar – Dezember
Wirz
Juni – April
Lauch
Januar – Dezember
Weisskabis
Januar – Dezember
Rotkabis
Juni – April
Äpfel
Januar – Dezember
Gurke
Mai – Oktober
Grüne Bohnen
Juli – Oktober
Brombeeren
Juli – Oktober
Stachelbeeren
Juli – September
Keine Saison haben:
Nüsslisalat
September – April
Rhabarber
März – Juni
Spargel
April – Juni
Mais
Juli – April
Kürbis
August – März
Pastinaken
Oktober – April
Artischocken
August – Oktober
Birnen
August – Juni
Rosenkohl
September – April
Topinambur
Oktober – April
Federkohl
November – März
Schwarzwurzeln
Oktober – April
Quitten
Oktober – Dezember
Zwetschge
August – Oktober

Wer saisonal kocht, tut damit Gutes — in vielerlei Hinsicht: Es werden so weniger Flugzeuge mit exotischen Ananas und Avocados befüllt. Zig LKW-Kilometer (etwa zwischen Spanien und der Schweiz) können eingespart werden. Es müssen weniger Gewächshäuser energieaufwendig beheizt werden. Und sowieso: Wo wird wohl weniger Verpackungsmaterial gebraucht? Wenn Gurken aus Marokko einzeln verpackt hierhergekarrt werden? Oder wenn der Bauer eine einfache Holzkiste damit befüllt und das Gemüse selbst verkauft? Sowieso schön, demjenigen in die Augen zu blicken, der die Kartoffeln mit den eigenen Händen ausgegraben hat.

Saisonales Obst und Gemüse zu essen, ist auch eine Frage des höchstmöglichen Genusses: Der Unterschied zwischen gartenfrischen Tomaten, die vielleicht sogar noch warm von der Sonne sind, und den importierten Exemplaren aus dem Kühlschrank im Februar ist immens.

Womöglich sparen wir mit regionalen Produkten sogar Geld: Auch wenn immer wieder behauptet wird, dass der Einkauf hiesiger Ware teurer ausfällt - es stimmt am Ende des Tages nicht. Kaufe ich Kohlrabi oder Kopfsalat saisonal auf dem Wochenmarkt, werden sie einige Tage länger frisch und anmächelig bleiben. Die Wahrscheinlichkeit, dass man sie wegwerfen muss, wird kleiner. Und damit der Food-Waste.

Nicht zu vergessen: Es macht einfach Freude, beim Essen mit den Jahreszeiten mitzugehen! Wie gut schmecken die ersten Spargeln mit einer selbstgemachten Sauce Hollandaise, wenn man bis in den späten April auf die regionalen Anbieter gewartet hat? Wie wunderbar sind die ersten Walliser Aprikosen, wenn sie möglichst reif geerntet und auf dem schnellstmöglichen Weg zur Kundschaft gebracht wurden? Das Gleiche gilt für die Suppe aus den ersten Kürbissen im Herbst. Oder für den Nüsslisalat aus Freilandanbau, wenn der Winter anbricht.

Wer saisonal einkauft, tut unbestritten Gutes. Und in dem Sinne hoffen wir, mit diesem stetig aktualisierten Obst- und Gemüsekalender unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Ernährung und zu mehr Genuss geleistet zu haben.